Deutschlands erste Evaluationsstudie zum Rauchverbot in der Gastronomie

Am Montag, 01. August 2011, genau ein Jahr nach Inkrafttreten des totalen Rauchverbots in der Bayerischen Gastronomie, wurden in München die Ergebnisse der ersten deutschen Evaluationssttudie zu den Auswirkungen des Rauchverbots in der Gastronomie – mit dem Schwerpunkt Kleingastronomie – der Öffentlichkeit vorgestellt. Die von dem renomierten Institut MIFM Münchner Institut für Marktforschung, unter Leitung von Helmut Aumüller vorgelegte Studie wurde initiiert vom BFT e.V. Bürger für Freiheit und Toleranz, dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband BHG-DEHOGA Bayern sowie dem Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur VEBWK e.V..
Besonderes Augenmerk wurde auf die Auswahl einer repräsentativen Stichprobe gelegt, Insgesamt wurden Antworten von 600 Betrieben eingeholt. Die Grundgesamtheit der sechs erfaßten Betriebsarten (Bar/ Lounge, Bistro, Coffee Shop, Disco/ Club, Gaststätte sowie Kneipe) umfaßt 6.747 Lokale. Mehr als 70 Prozent gehörten der Kleingastronomie an.

Die Pressemitteilung dazu sowie sehr interessanten Ergebnisse der Studie sind u.a. auf der Webseite des BFT zu finden.

Bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse auch von Politikern in anderen Bundesländern gründlich zu Kenntnis genommen werden, insbesondere in Nordrhein-Westfalen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt würdigt diese Ergebnisse. Das ist sicher nicht zuletzt der grundsoliden Planung, sauberen methodischen Durchführung und klaren Ergebnisdarstellung zu verdanken.

Da wirkt es doch schon sehr befremdlich, wenn von anderer Seite

  • der DEHOGA – Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. zum Raucherverein degradiert wird,
  • einem seriösen, zertifizierten Marktforschungsunternehmen Fehler versucht werden unterzuschieben, die nicht einmal einem Studenten im dritten Semester bei der Durchführung empirischer Untersuchungen passieren dürfen,
  • eine Wertung abgegeben wird, ohne sich zuvor über das eingesetzte Instrumentarium hinreichend zu informieren.

Wie allein auch schon in der Ergebnisdarstellung der Studie deutlich wird, handelte es sich hier gar nicht um eine sog. Mehrthemenumfrage. Wenngleich es mehrere „Auftraggeber“ gibt, wird jedoch nur ein Themenbereich behandelt. Insofern ist auch die Benutzung des Begriffes „Omnibusumfrage“ völlig ungerechtfertigt. Noch dazu in der hier emotional stark negativ gezeichneten Form: die Befragten würden zuerst aufgeheizt, um deren Zorn dann umzuleiten.

So versucht in einer Stellungnahme des Vereins Pro Rauchfrei.

Auch fällt es schwer, den Vergleich der Umsatzentwicklung von Bayern und NRW nachzuvollziehen, wenn im Zeitraum Januar bis Mai 2011 in Bayern lediglich 4,8 % (Jan.) bis
3,6 % (Mai) Arbeitslose, dagegen in NRW 8,6 % (Jan.) bzw. 8,1 % (Mai – hier mehr als das doppelt so viele) gemeldet werden. Und das noch bei deutlich unterschiedlichem Verdienstniveau.

Dieser Versuch eines Vergleiches ist doch nur zu verstehen, wenn man weiß, dass jener Verein derzeit bestrebt ist, in NRW ein absolutes Rauchverbot durchzusetzen, nachdem sie Anfang des Jahres in Hamburg und jüngst in Berlin kläglich gescheitert sind.

Besonders problematisch wird es dann im letzten Satz, wenn es heißt: „in denen der Nichtraucherschutz zum Raucherschutz verkommen ist“.

Was heißt denn hier verkommen?

Auch Raucher haben ein Anrecht auf Schutz durch den Staat!

 

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3 comments

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